Montag, 27. Juni 2016

Rezension Neuntöter

  


Neuntöter
Autor: Ule Hansen
Preis: 16,99€
Verlag: HEYNE
Genre: Thriller
Seitenanzahl:494
Kapitelanzahl: 90
ISBN:  978-345-34380-40

 

ACHTUNG!
Spoileralarm, für alle die es noch nicht gelesen oder zu ende gelesen haben sollten jetzt wegdrücken!!!

Inhalt

 Es wurde Abend.
Es wurde Morgen.
Und niemand fand sie.

 Drei Leichen am Potsdamer Platz. Wie Kokons hängen
sie hoch oben in einem Baugerüst, eingewickelt in
silberfarbenes Panzertape. Hunderte Menschen laufen
täglich vorbei, aber niemand nimmt sie wahr.


Der Fall landet auf dem Tisch von Emma Carow. Die
Fallanalystin ist hochintelligent, sehr eigen und zutiefst
Traumavisiert. Und sie hat ein geradezu unheimliches
Gespür für Serientäter...

Eigene Meinung

  ich finde das Cover unglaublich ansprechend - der Grund des Buchkaufs war ausschließlich das Cover.
Mit dem schwarz und der schimmernden goldenen Schrift, fällt es einem sofort ins Auge.
Das einzige ´auffällige´ Detail auf dem Cover war der Vogel, der verkehrt herum abgedruckt war.
Manche konnten sich vielleicht nicht sofort einen Reim darauf machen, aber wenn man sich in der "Vogelwelt" ein bisschen auskennt, weiß man, das der Vogel Neuntöder heißt - anders geschrieben aber der Name des Buches.
Wenn man dann die ersten knapp 50 Seiten gelesen hat, versteht man auch was der Vogel mit dem Buch zu tun hat.., zwar recht wenig aber es erklärt den Namen des Buches.

Den Klappentext, fand ich dann doch auch sehr anspruchsvoll und dachte mir es kann nicht schaden das Buch mitzunehmen.
Außerdem war das Buch nocheinmal eingepackt in Folie, was ich sehr cool finde, denn man geht damit sicher, dass nicht schon Schmutz drauf ist oder irgendwelche Leute das Buch alle schon in den Händen hatten.

Klar nachdem ich es ausgepackt habe, war der Preis, die ISBN und der Strichcode weg, was wiederrum doof ist.

Das Buch an sich hat mich vorerst gelangweilt, aber es braucht seine Zeit in ein Buch reinzukommen und schließlich gelang mir das auch.

Ich war voll in der Geschichte von Emma drinnen.
Teilweise konnte ich ich tun sehr gut nachvollziehen, gerade mit ihrem Vergewaltiger die Geschichte.
Oder die Geschichte, dass es ihr schwerfällt Männer zu vertrauen.

Andererseits versteh ich nie, warum Leute generell IMMER alleine - ohne Verstärkung - in Häuser/ Lagerhallen reingehen, wo sie genau wissen, dass da gleich 5 Verdächtige - die sie zumal schon fast umgebracht hatten - auf sie warteten. Ich meine hallo? Lesen solche Leute den keine Krimis, sowas kann man sich doch denken man.

Naja auch sehr seltsam ist ihre Art und Weiße wie sie befriedigt werden wollte.. hart
Was ihr Johann nicht geben konnte, wes wegen sie ihn abserviert hatte, obwohl ich ihn echt toll finde.
Georg dagegen war ja wie man mitbekommen hat die falsche Wahl.
Einmal bläst sie ihm fast das Hirn raus, das andere Mal wickelt er sie in Panzertape und hängt sie auf und das andere Mal erschießt sie ihn.. Hätte sie es gleich getan - zwar ohne richtigen Grund aber naja, wäre die ganze restliche Scheiße ihr wahrscheinlich nicht zu gestoßen.

Auch dumm fande ich das offene Ende, was die Sache zwischen ihr und Johann anging, vor ihrer Entführung wollten sie ja eigentlich noch reden und ich dachte das wird auch wieder, er hätte es verdient mir ihr glücklich zu sein. Ich fand ihn einfach soo unglaublich süß!!

Ich fand es schrecklich, wie die Täter vorgegangen sind und nach welchen Kriterien sie die Leute ausgesucht haben. Und vorallem auf welche Weiße sie getötet wurden.

Das unter den Tätern eine Kindergartenerzieherin und eine Sozialarbeiterin macht mir allerings recht große Sorgen, sollten sie nicht eigentlich den Menschen helfen? Sie unterstützen? Nein quatsch xd Sie bringen sie lieber um.

Den Grund für das scheinbar sinnlose Töten finde ich richtig absurd - gut für das Buch aber irgendwie doch zu dumm. Er hat wirklich gut zum Buch gepasst, nur ich glaub er wirkte sehr unrealistisch..

Jedenfalls fand ich es recht mies, dass ALLE Täter tot waren, bevor irgendjemand für ihre Grausamkeiten bestrafen konnte, sie hätten es verdient ... ALLE. Alle bis auf die kleine Lily. Ich schätze sie auf 19, zu jung um zu töten.

Letztendlich endeten sie und Lars auf eine sehr schreckliche Weise, Lily hätte ja gerettet werden können, nur war es dafür schon zu spät.

Fazit

  Sehr spannender und origineller Thriller. Teilweise ein wenig langgezogen, aber trotzdem nicht langweilig oder wiederholend oder so.
Spannung an den richtigen Stellen und bis zu letzt großes Rätselraten um den Täter und sein Motiv.
Gelungen. Spannend. Originell.

Bewertung 

5/5

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