Samstag, 17. Juni 2017

Rezension Die Wellington Saga - Versuchung

Wellington Saga
Band: Versuchung (1)
Autor: Nacho Figueras
Verlag: blanvalet
Preis: 12,99€ (Taschenbuch)
           9,99€ (E-Book)
Genre: Roman
Seitenanzahl: 382
Kapitelanzahl: 68
ISBN: 978-3-7341-0372-8

Vielen Dank an das Bloggerportal und den Blanvalet Verlag
für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!



ACHTUNG!
Spoileralarm, für alle die es noch nicht gelesen oder zu ende gelesen haben sollten jetzt wegdrücken!!!

Inhalt

 In Wellington liegt der Schlüssel zum Glück

Champagner und Jetset interessieren die junge
und kluge Tierärztin Georgia nicht. Daher stimmt sie
wenig begeistert zu, ihren besten Freund zu
einem der glamourösen Reitturniere in Wellington,
Florida, zu begleiten. Ausgerechnet Alejandro,
der unglaublich attraktive älteste Sohn des mächtigen
Del-Campo-Clans, wirft dort ein Auge auf sie
und zieht sich wie ein Sturm in eine Welt, in die
Georgia so gar nicht zu passen scheint. Doch
er ist ein Mann, der ein Nein akzeptiert ...

Eigene Meinung

  Zum Buch: Das Cover finde ich sehr gelungen! Es ist zwar sehr, sehr schlicht gehalten, drückt aber dennoch einen gewisse Teure aus. Das Cover sieht zwar auf dem Bild lediglich weiß aus, allerdings täuscht das. Das Cover gleicht farblich einer Perle aus dem inneren einer Muschel, wie man es immer in Kinderfilme sieht. Außerdem spürt man auch, dass eine Art "Glitzerschicht" auf dem Cover haftet. Allerdings löst sich diese an Stellen, an denen man das Buch oft berührt, was ich sehr schade finde. Alles in allem ist das Cover doch sehr gut gelungen und regt aufjeden Fall meine Neugier an!

  Zum Schreibstil: Da es meine erster Liebesroman geschrieben von einem männlichen Autor war, hatte ich so meine Bedenken was den Schriebstil angeht. ich war mir nicht sicher, ob es Nacho Figueras schafft, die Gefühle so zu vermitteln, wie es weibliche Autoren schaffen. Allerdings war das nur ein lächerliches Vorurteil. Der Schriebstil hat mir sehr, sehr gut gefallen! Es hat geknistert an Stellen, an denen es romantisch wurde und es hat geschmerzt an Stellen an denen es Traurig wurde. Sogar lachen musste ich zwischendurch! Hinzu kommt noch, dass das Buch in wechselnder Perspektive zwischen Alejandro und Georgia geschrieben wurde, was ich persönlich sehr, sehr liebe!

  Zu den Charaktern: Georgia ist die beste Freundin von Billy, welcher in Florida lebt und arbeitet. Sie ist eher arm und er reich. Im Grunde sind die das komplette gegenteil von einander und trotzdem beste Freunde. Daher bittet auch Billy Georgia für ein paar Tage nach Florida zu kommen und seinen neuen Freund zu begutachten. Da Billy in seinem Leben bereits ein paar verheerende Entscheidungen getroffen hat was seine Liebhaber angeht, konnte Georgia ihn diese Bitte wohl kaum ausschlagen. Außerdem tut ihr ein Tapetenwechsel sichtlich gut! Sie lebt mir ihrem Vater auf einer kleinen, schäbigen Farm und taucht von dort in die Welt des Luxus und Glamour ein. Sie ist Tierärztin und als sie bei ihrem ersten Polospiel einen Verdacht hat und sie schließlich eingreift eröffnen sich plötzlich tolle Möglichkeiten in Wellington...
Ich mag sie sehr, sehr gerne. Sie war zuerst ein wenig schüchtern und hat sich vollkommen fehl am Platz gefühlt, was sich auch irgendwie noch immer so anfühlt. Trotzdem hab ich sie liebgewonnen, da sie ehrlich ist und einen eigenen Willen hat.

Alejandro ist der älteste Bruder von drein. er ist der Anführer des mächtigen Del-Campo Clans und spielt für sein Leben gern Polo. Er hat seine Frau bei einem Reitunfall verloren und hat eine 16 jährige Tochter. er ist sehr verschlossen, lässt sich nicht gerne auf Partys blicken und wirkt auch sonst eher düster und mürrisch. Allerdings ändert sich das alles, als er Georgia das erste Mal begegnet. Ich mag ihn sie und vorallem die Wandlung die er in dem Buch durchmacht finde ich sehr positiv. Auch unternimmt er ein paar wirklich süße Gesten um Geogia zu zeigen wie sehr er sie liebt (das Ende?!) Allerings, vergreift er sich auch einmal im Ton und hätte somit beinahe alles zerstört was ihm lieb und heilig ist...

  Zum Buch: Anders als einigen Lesern hat mir dieses Buch sehr gut gefallen und ich habe nicht daran auszusetzten.
ich mochte es sehr, dass in den Dialogen und in den Monologen teils spanische Wörter oder sogar ganze Sätze mit enthalten waren. Trotzdem wurden sie irgendwie noch übersetzt, so dass man immer wusste worum es gerade ging aber trotzdem nie das Gefühl hatte, dass die andere Sprache störte. Für mich hat der Touch Spanien der in den Buch enthalten war die ganze Geschichte noch aufgewertet

Auch fand ich es unheimlich aufmerksam von dem Autor, am Schluss von dem Buch, eine kurze Erklärung zu schrieben, wie Polo funktioniert, bzw.: was es eigentlich ist. Auch fand ich es nicht störend oder langweilig, dass in dem Buch einiges über Pole erzählt wurde, es gehört einfach zu der Stadt und der Geschichte sowie den Protagonisten dazu und hat die ganze Geschichte in meinen Augen sehr gut abgerundet!

Was mich allerings noch interessieren würde und wo ich hoffe, dass es im zweiten Band - wenn der sich auch um zwei andere Personen dreht - noch aufgeklärt wird ist, wo die beiden (Georgia und Alejandro) wohnen?! Denn soweit ich das Gefühl hatte will Georgia nicht zurück nach Wellington aber Alejandro wirkt vollkommen fehl am Platz auf der kleinen Farm von ihr und ihrem Vater. 

Natürlich bekommt das Buch von mir volle, verdiente 5 Sterne. Ich glaube, dass man eine gewisse Interesse an Pferden benötigt und vielleicht auch hier und da ein wenig an Polo um das Buch so bewerten zu können wie ich es mache! Allerdings haben mich Pferde schon seit meiner Kindheit fasziniert und ich bin mir sicher, wäre ich nicht tierisch allergisch gegen diese wunderschöenen Tiere wäre mein größtes Hobby wohl kaum das Lesen...

Ich freue mich jetzt wahnsinnig auf den zweiten Teil, indem es um Sebastian - Alejandros jüngeren Bruder und eine gewisse Katherine gehen wird. Ich bin gespannt!

Fazit

  Ein sehr, sehr schönes Buch mit einem Hauch von Erotik.
Eine leichte Sommerlektüre, die sich leider viel zu schnell ausgelesen hat.
Mit einem Touch von Polo und Pferden und ganz wunderbar, liebevollen Protagonisten.

Bewertung 

1 Kommentar:

  1. Hallo Sophie,
    du hast mich mit deiner Rezension sehr neugierig gemacht. Irgendwie klingt das nach einem sehr Liebesroman nach meinem Geschmack. Ich kann deine anfänglichen Bedenken bzgl. des männlichen Autors verstehen. Mir ist es auch schon oft so ergangen, dass Geschichten die von Männern erzählt werden ihren Fokus eher nicht so auf Gefühle sondern vielmehr auf Handlung und Spannung legen. Dass Nacho F. es hier anders handhabt und auch auf Emotionen eingeht, spricht auf jeden Fall noch einmal für dieses Buch. Ich werde Die Wellington Saga im Auge behalten. Auf jeden Fall ein Kandidat für eine Leselücke.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

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