Freitag, 16. Juni 2017

Rezension Federgrab

Federgrab
Autor: Samuel Bjork
Verlag:Goldmann
Preis: 12,99€ (Taschenbuch)
           9,99€ (E-Book)
Genre:Thriller
Seitenanzahl: 478
Kapitelanzahl: 80
ISBN: 978-3-442-20525-7

Vielen Dank an das Bloggerportal und den Goldmann Verlag
für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!



ACHTUNG!
Spoileralarm, für alle die es noch nicht gelesen oder zu ende gelesen haben sollten jetzt wegdrücken!!!

Inhalt

 Man findet das Mädchen tot im Wald,
gebettet auf Federn einer Eule -
dem Vogel des Todes

Aus einem Jugendheim bei Oslo verschwindet ein
siebzehnjähriges Mädchen. Einige Zeit später wird sie
tot im Wald gefunden - gebettet auf Federn, von Lichtern
umgrenzt und mit einer weißen Blume zwischen den
Lippen. Die Ermittlungen des Teams um Kommissar Holger
Munch und seine Kollegin Mia Krüger drehen ich im Kreis,
bis sie von einem mysteriösen Hacker kontaktiert werden.
Er zeigt ihnen ein verstörendes Video, das neue Details über
das Schicksal des Mädchens enthüllt. Und am Rande der
Aufnahmen ist der Mörder zu sehen, verkleidet als Eule ...

Eigene Meinung

  Zum Cover: Das Cover finde ich schön, da es durch die kühlen Farben etwas düsteres hat. Trotzdem ist es im Stil von Engelskalt gehalten, was ich sehr gut finde. An dem Titel und am Autor wurden ein paar kleine Extras eingefügt, die sehr gut zum Buch passen. Insgesamt ein schöner Anblick und ein Blickfang in jedem Bücherregal.

  Zum Schreibstil: Mit dem Schriebstil hatte ich so meine Probleme. Ich bin sehr gut in die Geschichte reingekommen und fand es auch gut, dass es immer wieder diesen stetigen Wechsel zwischen den Protagonisten gab. Allerdings kam ich manchmal bei den Kapitel raus, wenn es neue Leute waren, die man bis dato noch nicht kannte. Das hat sich aber relativ schnell gelegt. Was mir auch schwergefallen ist, war teil den Dialogen und Monologen zu folgen. Es gab manchmal sehr wirre Gedankengänge oder Gespräche, wo zu viele Themen aufeinmal aufgefasst wurden und man Mühe hatte allem zu folgen.

  Zu den Charakteren: Gleich vorweg, ich glaube dass mir die ganze Geschichte bzw. das ganze Buch besser gefallen hätte, wenn nicht alle Protagonisten solche Probleme gehabt hätten. Gut, Thriller Protagonisten haben immer Probleme, aber bei Federgrab gab es Munch, Mia und Curry, alle hatten eigene Kapitel und Drogen-, Alkohol-, Beziehungprobleme oder wollten sich umbringen. Es ging mir tatsächlich zu sehr um das Privatleben der Ermittler und zu wenig um den Fall. Außerdem gab es in Bezug auf die Probleme der Protagonisten im Buch sehr viele Stellen, an denen sich bekanntes immer wieder wiederholt hat und das Buch hat langatmig erscheinen lassen.

Noch was, ich weiß nicht, ob es nur mir aufgefallen ist wahrscheinlich nicht, aber es ist doch schon ganz verwirrend, wenn es solche Namen bei Protagonisten gibt: Großvater Holger Munch, Großmutter Marianne, Tochter Miriam, Enkeltochter Marion und Ermittlerin Mia? Bisschen zu viele Namen mit M, verwirrt wenn man die Protagonisten frisch kennenlernt.

Was auch noch so ein kleiner Punkt ist, wo ich sage, dass muss ich nicht unbedingt hab, was aber sich nicht ändern lässt, sind die schwedischen Stadt-,Straßen und Ortsnamen, welche man kaum aussprechen kann und welche aus sehr komisch geschrieben sind. Dafür ziehe ich aber keinen Punkt ab und es ist auch keine Kritik, da sich sowas einfach nicht ändern lässt.


  Zum Buch: Ich weiß, Federgrab ist der zweite Teil des Ermittlerteams, allerdings sind die Fälle ineinander abgeschlossen, dass man die Bücher also auch durcheinander lesen kann, so wie ich es gemacht habe.

Ich bin allerdings wirklich enttäuscht von dem Buch. Aufgrund der vielen guten Meinungen auf anderen Blogs oder auf LovelyBooks hab ich mir doch sehr viel mehr erwartet. Letztendlich war es für mich einfach nur ein solides Buch, dass zwar Höhen hatte, aber leider zu viele Tiefen.
Allerdings habe ich auch gelesen, dass Federgrab nicht an Engelskalt, also den ersten Teil, heran kommt, vielleicht hab ich ja die selbe Meinung und mir gefällt Engelskalt besser. Allerdings kann es auch nicht mehr wirklich schlechter werden, also gehe ich mit einem besseren Gefühl an die Sache heran, als ich aus dieser rausgekommen bin.

Aber gut, genug negatives gesagt, es gab natürlich auch gut Stellen in dem Buch. Mir hat die Idee sehr gefallen, dass die Morde eine Art Ritual darstellen sollten und ich hatte tatsächlich jemand anderes im Verdacht, der auch verhaftet wurde aber ein Alibi hatte. Ich fand es gut, dass der Mörder trotzdem jemand war, den man kannte und das es am ende auch alles Sinn ergab und nicht an den Haaren herbegezogen wirkte.
Außerdem begann das Buch ja 1972, in dem Kaptel ging es ja um einen Pastor, der zwei Leute trauen sollten. Allerding hatte die Frau zwei Kinder, welche vorerst nach Australien geschafft wurden. Dort unten wurden sie dann angeblich in ein Kinderheim gesteckt. Schön fand ich, dass man herausgefunden hat, wer die beiden Kinder sind und vorallem, was der Pastor mit der ganzen Sache zutun hat. Mir war wichtig, dass man den Sinn vom ersten Kapitel im Laufe des Buches versteht und man es nicht einfach so hat dastehen lassen

Fazit

Ein solider, schwedischer Thriller, welcher eher langatmig wirkte.
Gute Grundidee, aber es scheiterte leider an der Umsetzung.

Bewertung 

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